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Die Aquaristik

Februar 11th, 2009 · No Comments

Ein Glas, Kies, Sand, ein paar Pflanzen, Wasser und bei Bedarf die entsprechende Aquarientechnik und schon ist die Unterwasserwelt fertig. Heute trifft man in vielen Haushalten ein oder mehrere Aquarien in den unterschiedlichsten Größen und Bauweisen an. Wer entsprechende Erfahrung, handwerkliches Geschick und die entsprechenden Beziehungen zu einem Glaser besitzt, der kann sich sein Aquarium auch selbst zusammen bauen. Doch in der Regel wird sich der Aquarianer seine Becken samt Zubehör im Fachhandel oder auch im Internet kaufen.

Selten bleibt es bei nur einem Aquarium. Hat man erst einmal seine Liebe zu der künstlichen Unterwasserwelt entdeckt, die mit ihrer Artenvielfalt und der Farbenpracht begeistert, dauert es meist nicht lange, bis das zweite, dritte oder das x-te Becken dazu kommt. Der Fachhandel hat diesen Trend erkannt und bietet eine große Auswahl an unterschiedlichsten Produkten, die sich rund um das Thema Aquarium drehen, an. Um dem zukünftigen Aquarianer den Einstieg zu erleichtern, gibt es komplette Startersets, die alles beinhalten, was man für den Betrieb dieses kleinen Ökosystems benötigt. Neben dem eigentlichen Becken gehören eine Abdeckung mit Beleuchtung, ein Filter und eine Heizung mit zu der Grundausstattung.

Die Aquaristik ist eine Wissenschaft für sich, die verschiedenen Arten der Fische, Schnecken und Wirbellosen haben entsprechend unterschiedliche Ansprüche und Bedürfnisse, wie es auch in der Natur durch die unterschiedlichen Bedingungen in den verschiedenen Gewässern der Fall ist. Diese Vorgaben der Natur gilt es zu beachten, da der Tierfreund sonst keine Freude an den Bewohnern seines Aquariums haben wird und sie ihm in kurzer Zeit eingehen. Um dies zu vermeiden, ist es ratsam, sich noch vor dem Kauf die Zusammenstellung des Beckenbesatzes zu überlegen und sich zu informieren, welche Bedingungen die Tiere benötigen Hinzu kommt, dass viele Arten untereinander nicht mit einander harmonieren. Revierkämpfe oder das Auffressen der unterlegeneren Art können die Folge sein. Wer also Skalare und Neonsalmler mit einander in einem Becken ansiedeln möchte, der riskiert den Verlust des Neonschwarms. Der Skalar ist ein sehr aggressiver Raubfisch, der eine Höhe von bis zu 26 cm erreichen kann. Der Neonsalmler hingegen erreicht eine Größe von etwa 4 cm. In der Natur gilt, was ins Maul passt, wird gefressen.

Da die meisten Aquarien über eine entsprechende Beleuchtung und eine Beheizungsanlage verfügen, kann der Aufstellungsort beinahe beliebig gewählt werden. Meist ist das Wohnzimmer oder ein Büro der bevorzugte Platz, da man sich hier häufig aufhält. Die Garage eignet sich aufgrund der dort herrschenden Bedingungen  nur sehr bedingt für die Aufstellung von Aquarien. Allerdings gibt es sicherlich zahlreiche Aquarianer, die weder Kosten noch Mühe scheuen, und die Garage als Hobbyraum umfunktionieren, um dort noch weitere Becken unterbringen zu können.

In den vergangenen Jahren haben immer häufiger Garnelen, Krebse, Frösche und Krabben Einzug in die Aquarien gehalten. Dennoch ist es auch heute noch nicht einfach, entsprechende Arten im Zoofachhandel zu erhalten. Hier werden häufig so genannte Amanogarnelen zum Verkauf angeboten. Aber auch große Garnelenarten, wie die Radarfächergarnele oder die so genannte Monstergarnele, die eine stolze Größe von bis zu 15 cm erreichen kann, sind im Handel zu haben. Im Internet hingegen floriert der Handel mit Wirbellosen aller Art. So manch einem Tierfreund mögen sich jetzt die Haare zu Berge stellen, wenn er sich überlegt, wie die Unternehmen, die die Paketfracht befördert, mit den einzelnen Paketen umgehen. Auch wenn der Plastikbehälter, in dem die Tiere verwahrt werden, noch so gut gepolstert und isoliert werden, der Transport stellt für die Tiere einen großen Stress dar und oft genug kommt es vor, dass ein Teil der Tiere nach dem Transport eingeht.

Die Aquaristik ist nicht unbedingt eine Kunst. Wer sich im Vorfeld über die Bedürfnisse und Anforderungen der Tiere und über die Wasserwerte informiert, der wird sicher viel Freude an den wunderschönen und exotischen Bewohnern der Unterwasserwelt haben, die eine Zier für jeden Raum darstellt. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um ein Becken mit 400 oder gar 1.000 Litern, oder ob es ein so genanntes Nanobecken mit gerade mal 10 oder 20 Litern handelt, das Platz auf jedem Schreibtisch findet. Allerdings sei hier zu beachten, dass die kleinen Becken deutlich empfindlicher in ihrem Gleichgewicht sind, als es bei großen Becken der Fall ist.