Nicht immer ist eine Mäuseplage eine unwillkommene Überraschung. In manchen Fällen sind manche Menschen direkt süchtig danach, sich Maus um Maus anzuschaffen, um sie ganz bestimmten zwecken zuzuführen. Hier wird auch höchstens dann ein Kammerjäger gerufen, wenn einmal der Käfig kaputt geht, oder die Tiere aus Versehen entkommen, weil ein Türchen offen bleibt.
Vor allem Schlangenbesitzer werden eine Mäuseplage sehr erfreut bemerken. Schließlich braucht das Reptil ja etwas zu fressen, und was ist günstiger, als Mäuse selbst in einem Käfig zu halten, statt sie teuer als Schlangenfutter in einer Tierhandlung kaufen zu müssen. So hat man. So oft man sie braucht, eine leckere Mahlzeit für das Haustier. Da Schlangenfreunde meistens auch Bekannte haben, die ebenfalls Bedarf an Futter haben, können die Mäuse, wenn sie sich zu stark vermehren, auch weiter verkauft werden.
Auch in Labors herrscht eine kontrollierte Mäuseplage. Man mag es sich nicht vorstellen, was passieren würde, wenn diese Tiere, die hier oft zu tausenden gehalten werden, einmal entwischen und das Labor für sich entdecken. Mäusetango in der Petrischale finden die Laborangestellten bestimmt nicht so lustig; hier muss ein Kammerjäger gerufen werden, der das Malheur schnellstens wieder beseitigt. Aus der Medikamentenforschung beispielsweise sind Versuchsmäuse und Laborratten nicht wegzudenken.
Menschen, die keine Schlangen haben, und auch nicht an irgendwelchen Versuchsreihen forschen, werden eine Mäuseplage, ganz gleich, ob im Käfig, oder im Haus verteilt eher weniger zu schätzen wissen. Vielmehr lösen Mäuse bei vielen Menschen phobische Gefühle aus, die damit enden, dass sie sich auf Stühle retten, oder während der Autofahrt die Füße hochnehmen, wenn sie eine Maus nur zu Gesicht bekommen.
